Liva Dalin: Totenschmerz – Gesellschaftliches Randthema sympathisch in rabiatem Krimi verpackt

Wenn Liva Dalin einen Krimi abliefert, dann weiß man: Der wird rasant, der wird rabiat, der wird aber auch eins: Radikal unterhaltsam.
So ist es auch bei dem zweiten Stella Nykvist Krimi Totenschmerz.

Das Setting

In diesem Krimi ist die Skanforce im Norden Dänemarks im Einsatz. Und was den Ermittlern hier geboten wird, ist in allen Dimensionen gruselig – eben so sehr, dass es noch die Toten schmerzt… Liva Dalin fasst in diesem Buch ein Thema an, das oft gemieden wird und ihr auch in einigen Kritiken zum Vorwurf gemacht wurde. Aber man kann sagen, was man will: Sie tut es – wie auch schon im Vorgänger – mit Mut, Stil und Kraft.

Wie auch schon beim Vorgänger gilt: Unerwartete Wendungen – und kaum, dass Du dich mit denen eingelassen hast, passiert etwas Unerwartetes. Dabei ist das Buch nicht hektisch, sondern durchaus mit einer gewissen Linearität erzählt. Die wird nur dort gebrochen, wo es der Spannung dient…

Sprache und Spannung

Liva Dalin bleibt ihrem Stil treu: Stella ermittelt mit viel Herz, aber hart in der Sache – und sie kann auch während der Ermittlungen im fremden Land nicht ohne ein Privatleben auskommen. Das ist diesmal weniger dominant, aber es fügt sich auch hier wieder so in die Handlung ein, dass man nicht das Gefühl hat, jetzt einen Fremdkörper zu erleben. Dafür gibt es auch hier wieder einige sehr private Überraschungen.

Und auch die Handlung hat radikale Überraschungen: Man ahnt nicht, was man mit ein paar Wasserhähnen anstellen kann, wenn man jemanden wie Stella unter Druck setzt…

Fazit

Macht Spaß und ist sehr gut: Schnell, unterhaltsam, spannend, menschlich und ohne allerwelts-Themen und Erwartbarkeit.

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