Eva Almstädt: Ostseegruft – Gestolpert und verfangen?

Wir haben alle Geschichten über Pia Korittki gelesen. Insofern sind wir nicht ganz objektiv, denn wir mögen die Frau. Dennoch haben wir hier mit der Geschichte ein wenig gehadert.

Das Setting

Wir fragen uns als erstes: Müssen hier wieder die Kerle aus der Vergangenheit auftauchen? Das hatten wir doch alles schon bei anderen Krimis von Eva Almstädt und eigentlich hat es das oftmals nicht besser gemacht. Jedoch: Das bekommt die Autorin am Ende ziemlich gut hin.
Das schon.

Was hier allerdings irgendwie schiefzugehen scheint, ist das grundlegende Setting. Pia ermittelt in einem Fall, der sehr persönlich sein soll, weil sie die Tote kennt. Allerdings hat sie sie seit satten 20 Jahren nicht mehr gesehen. Im Grunde gibt es da eine große Distanz und irgendwie funktioniert das für uns als Leser nicht so richtig.
Das wirkt gestelzt, das erzeugt ein schräges Bild – und das eigentlich ohne Not.

Sprache und Spannung

Am Ende ist auch Fall Nummer 15 technisch wieder ein brillant konstruierter Krimi. Der Weg dahin ist an einigen Stellen lang, die Action Szenen müssten in diesem Fall nicht sein. Vor allem die letzte Große ist ebenso unglaubwürdig wie unnötig und hat einfach auch keine echte Action. Das passiert der Autorin nicht zum ersten mal.

Dennoch: Eva Almstädt kann Krimi. Mit den beschriebenen Einschränkungen funktioniert die Geschichte und zeigt sich am Ende als durchdacht. Der Lesefluss ist wie immer gut: Eva Almstädt gehört zu den flüssigsten deutschen Autorinnen und rettet mit leichtem Lesefluss über ein paar Schwächen der Story hinweg. Es hat gute Gründe, dass die Serie es bis zu Band 15 geschafft hat.

Fazit

Eva Almstädt zu lesen, lohnt sich – dieser Krimi ist da keine Ausnahme. Dennoch ist er ganz entschieden einer der schwächeren Krimis der Autorin und das wäre leicht zu vermeiden gewesen. Schulnote: Befriedigend +
Und ganz klar: Wir werden auch Band 16 lesen.

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